Hinweise und aktuelle Informationen zu Lehre & Studium
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Von der Forschung in die Praxis: Wirtschaftsminister Dr. Blank erlebt innovative Mobilitätstechnologien
Im Rahmen des offiziellen Auftakts des Instituts für MobilitätsTechnik/Technologie e.V. (IMTT) in Neubrandenburg präsentierte unser Lehrstuhl am 16. September 2026 aktuelle Forschungsarbeiten zur humanoiden Robotik und Physical AI.
Im Mittelpunkt stand ein Demonstrator, der zeigt, wie menschliche Arbeitsabläufe direkt für das Training humanoider Roboter genutzt werden können. Der seit 2025 eingesetzte humanoide Roboter ist mit einer eigens entwickelten Teleoperationskonfiguration ausgestattet. Damit lassen sich natürliche Bewegungen und Handgriffe einer Person erfassen und präzise auf den Roboter übertragen. Auf diese Weise entstehen hochwertige Trainingsdaten, mit denen der Roboter komplexe manuelle Prozesse aus Produktion und Logistik Schritt für Schritt erlernen und künftig eigenständig ausführen kann. Der Demonstrator macht damit anschaulich, wie Erfahrungswissen von Mitarbeitenden in digitale Trainingsdaten überführt und für die Automatisierung nutzbar gemacht werden kann. Der Demonstrator verdeutlicht so, wie implizites Erfahrungswissen der Mitarbeitenden nahtlos in die Automatisierung überführt wird – ein praxisnaher Ansatz, um die Mensch-Roboter-Kollaboration der Zukunft greifbar zu machen.
Der Besuch von Wirtschaftsminister Dr. Blank verdeutlichte die Bedeutung des IMTT als Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft, an der innovative Technologien entwickelt und für die praktische Anwendung nutzbar gemacht werden.
Neuer Demonstrator am Lehrstuhl: Aufbau eines End-of-Line-Prüfstands für Hochvoltheizer
Am Lehrstuhl entsteht derzeit eine neue Versuchs- und Lehrplattform auf Basis eines industriellen End-of-Line-Prüfstands. Die Anlage stammt aus einer Produktionslinie für Hochvoltheizer batterieelektrischer Fahrzeuge und wird für den Einsatz in Forschung und Lehre neu aufgebaut und in Betrieb genommen.
Im ursprünglichen Produktionsprozess wurden die fertig montierten Heizelemente vollautomatisch einer von drei Prüfzellen zugeführt und elektrisch kontaktiert. Wärmebildkameras erfassten anschließend die Temperaturverteilung an den Heizschichten, um deren korrekte Funktion zu überprüfen sowie Anomalien und Kurzschlüsse zu erkennen.
Künftig ermöglicht der Prüfstand Forschenden und Studierenden, industrielle Automatisierungs- und Prüfprozesse praxisnah zu untersuchen und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Sensorik, Steuerungs- und Automatisierungstechnik, Programmierung sowie die Gestaltung und Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen.
Innovatives Projekt am Lehrstuhl gestartet
Vorausschauende Hinderniserkennung, Kollisionsmanager, reaktive Bahnplanung - was für fahrerlose Transportsysteme bereits Anwendung findet, soll für kollaborative Kransysteme entwickelt werden. Das neue Projekt "Prädiktive Kollisionsvermeidung automatisierter Kransysteme - PräKolaK" hat bis zum Herbst 2026 das Ziel, konventionelle Kransysteme hin zu sicheren und kollaborierenden Kransystemen weiterzuentwickeln.
"Idealerweise haben wir als Ergebnis einen universellen Bausatz bestehend aus einem Sensor- und Steuerungssystem, mit dem bestehende, unintelligente Krananlagen nachgerüstet werden können", ist Prof. Jan Sender überzeugt. Gemeinsam mit der Schmiedl Metall- und Fördertechnik GmbH und gefördert durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) entwickelt unser Lehrstuhl innovative und KI-basierte Krantechnologie für sichere Produktions- und Logistikumgebungen.
Für weitere Informationen zum Projekt senden Sie uns gerne eine Anfrage an logistik(at)uni-rostock.de
Antrittsvorlesung
Am Donnerstag, den 4. Juli 2024, fand im Großen Hörsaal der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik der Universität Rostock die Antrittsvorlesung von Prof. Dr.-Ing. habil. Jan Sender statt.
In seiner Vorlesung zum Thema »Fabrik der Zukunft am Industriestandort Deutschland« teilte Prof. Sender Einblicke und innovative Ansätze zur Gestaltung moderner Produktionssysteme.
Zu diesem feierlichen Anlass kamen zahlreiche Gäste, darunter KollegInnen, Studierende, Familienmitglieder und weitere Interessierte. Die Veranstaltung wurde durch eine herzliche Begrüßung des Dekans der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik, Prof. Bert Buchholz, und die Grußworte der Rektorin, Prof. Elizabeth Prommer, eingeleitet.
Exkursion zur Universitätsmedizin Rostock
Studierende des Moduls Materialflusstechnik besuchten die Unimedizin in Rostock, um sich die Rohrpostanlage, das automatische Hochregallager und das unterirdische fahrerlose Transportsystem anzuschauen.
Über die Rohrpostanlage werden Medikamente, Labor-, Blut- und Gewebeproben auf schnellem Wege durch die Unimedizin transportiert. Das funktioniert über ein rund 3500 Meter langes Rohrsystem, das auf dem Campus Schillingallee die einzelnen Gebäude, darunter die Apotheke, einzelne Institute und viele Stationen, miteinander verbindet.
Ein fahrerloses Transportsystem bezieht sich auf autonom fahrende Fahrzeuge, die ohne menschliche Fahrer:innen navigieren können. Solche Systeme werden in verschiedenen Branchen, einschließlich Gesundheitswesen, eingesetzt, um den Transport von Materialien oder Proben zu automatisieren.
Ein automatisches Hochregallager ist ein Lager, das Hochregale verwendet und in dem automatisierte Systeme für die Einlagerung, Entnahme und Bewegung von Waren eingesetzt werden. Das Hauptziel eines automatischen Hochregallagers ist die Optimierung des Lagerbetriebs, um Platz effizient zu nutzen, die Lagerkosten zu reduzieren und die Genauigkeit der Lagerverwaltung zu verbessern.
Neuer Professor an der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik (Juni 2023)
Dr.-Ing. habil. Jan Sender wurde am 29.06.2023 offiziell von Bettina Martin (Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten) zum Professor berufen .
Nun ist er Inhaber des Lehrstuhls für Produktionsorganisation und Logistik an der Fakultät Maschinenbau und Schiffstechnik der Universität Rostock.












